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     LPT-Port

   Beschreibung

Der LPT-Port ist bei Bastlern eine sehr beliebte Schnittstelle um selbstgebastelte Hardware mit dem PC zu Steuern und zu Regeln. Zum einen hatte früher jeder PC einen und zum andern ist er sehr einfach anzusteuern und in eigene Schaltungen zu integrieren. Unter DOS, wo die Hardware noch direkt angesprochen werden kann bietet der LPT-Port ein Geschwindigkeit von der USB-I/O Boards wie das von Velleman nur träumen können. Selbst unter Windows lässt er sich noch mit ganz passabler Geschwindigkeit mittels INPOUT32.dll betreiben. Leider verfügt so gut wie kein neuer PC mehr von Haus aus über einen solchen Port. Nachdem USB dem LPT-Port als Drucker- und Sanneranschluss den Rang entgültig abgelaufen hatte verschwanden die 25 poligen SUB-D Buchsen von den Rückseiten der PC-Gehäuse (~2000). Obwohl noch sehr viele Mainboards bis vor kurzen (~2010) einen LPT-Anschluss bereithielten, wurde er von den PC Herstellern nicht mehr nach außen geführt. Solange es jedoch noch einen PCI-Steckplatz gibt lässt sich ein LPT-Port noch über eine I/O-Karte nachrüsten. In Foren ist immer wieder zu finden, dass angeblich Karten mit einem NetMos-Chip am konformsten zu den onboard LPT-Port's sind bzw. am wenigsten Probleme bereiten, im Gegensatz zu Karten mit anderen Chip-Typen. Ich selbst habe eine Karte von Vivanco, die zufällig einen NetMos Chip besitzt. Allerdings hatte ich anfangs auch mit dieser Karte Probleme, bis ich den neusten Treiber, direkt von der NetMos-Seite installiert hatte (das war mit XP so um 2005). Es empfiehlt sich also also immer zuerst den neusten Treiber zu installiert, bevor man wo anders anfängt zu suchen.

So, einen Hinweis möchte ich noch loswerden bevor es ins eingemachte geht: Der LPT-Port ist sehr empfindliche und verzeiht weder Kurzschlüsse noch Übehrspannungen, also Vorsicht beim Basteln!

Der LPT-Port ist in drei Register unterteilt, das Datenregister (8Bit), das Steuerregister(4Bit) und das Statusregister (5Bit). Für den Bastler ist eigentlich nur das Datenregister, welches 8 Ausgänge bereit hält und das Statusregister welches mit 5 digitalen Eingängen aufwartet interessant. Am Port selbst finden wir die Ausgänge am Pin 2-9 (Data 0 - 7) und die Eingänge am Pin 10-13 und 15.

           
  1 Strobe 10 Acknowledge [E] 19 GND
  2 Data 0 [A] 11 Busy [E] 20 GND
  3 Data 1 [A] 12 Paper End [E] 21 GND
  4 Data 2 [A] 13 Select [E] 22 GND
  5 Data 3 [A] 14 Auto Feed 23 GND
  6 Data 4 [A] 15 Error [E] 24 GND
  7 Data 5 [A] 16 Init 25 GND
  8 Data 6 [A] 17 Select In    
  9 Data 7 [A] 18 GND    

siehe auch hier 

Die Ausgänge können jeweils einen High- oder Low-Pegel besitzen. Sprich es steht entweder eine Spannung von +5V oder 0V am Pin an. Am einfachsten lässt sich dieser Zustand mit QBasic unter DOS bestimmen. Siehe "LPT-Port über INP und OUT ansprechen".
Nun könnte man ja schnell annehmen, dass man einfach ein 5V Relais an einen der Ausgänge hängt und fertig ist die Kiste. Aber Achtung! Dies würde den LPT-Port direkt zerstören, denn er ist nur mit wenigen mA belastbar
. Eine stärkere LED reicht bereits aus um ihn in die "Ewigen Jagdgründe" zu schicken. Es muss also eine Signalverstärkung her, mit der man dann auch höhere Ströme schalten kann. Man könnte dies mit geeigneten Transistoren erledigen oder man nimmt, einen Leistungstreiber wie im Bastelbeispiel "Bis zu 8 Relais am LPT-Port".

Die Eingänge sind wie oben erwähnt alle digital. Wie schon oben erwähnt ist der LPT-Port eine sehr empfindliche Schnittstelle und verzeiht keine Überlastung oder gar Kurzschlüsse. Um einen Dateneingang zu realisieren empfehle ich Masse (Pin 18-25) an den entsprechenden "Eingangs-Pin" (Pin 10-13 und 15) zu legen. Es können auch mehrere Pins gleichzeitig beanschlagt werden.

   LPT Release-Box

Mit dieser kleinen Software können alle 8 Ausgänge unabhängig geschaltet werden.

   LPT-Port Programmieren

- DOS QBasic
- Windows Delphi über INPOUT32.dll

"Die Option Drucken funktioniert erst ab Netscape V4.0 bzw. I-Explorer 5.0 !"

[letzte Aktualisierung 27.01.2014]